In der vergangenen Woche war Tobias Dillinger vom Elternblog „Medienzeit“ zu Gast am MedienCampus Babelsberg. Unter dem Leitgedanken „Von Eltern für Eltern“ ging es um eine Frage, die viele Familien beschäftigt: Wie können wir Kinder und Jugendliche sicher und selbstbestimmt durch die digitale Welt begleiten?
Der Vortrag gab einen umfassenden Einblick in die aktuelle Medienwelt junger Menschen. Im Mittelpunkt standen Bildschirmzeiten, soziale Netzwerke wie TikTok, Snapchat und Instagram sowie Risiken durch Grooming, problematische Inhalte und sexualisierte Gewalt. Auch neue Herausforderungen durch künstliche Intelligenz wurden thematisiert – darunter manipulierte Bilder, der verantwortungsvolle Umgang mit Kinderfotos und die wachsende Bedeutung von Chatbots und digitalen KI-Begleitern.
Dabei wurde deutlich: Digitale Medien sind nicht grundsätzlich gut oder schlecht. Sie eröffnen Chancen für Kommunikation, Kreativität und neue Formen des Lernens. Entscheidend ist, dass Kinder sie altersgerecht nutzen und dabei von Erwachsenen begleitet werden. Gemeinsame Regeln, geschützte Konten und regelmäßige Gespräche können Orientierung und Sicherheit geben.
Besonders wichtig ist eine vertrauensvolle Atmosphäre. Kinder sollten sich bei unangenehmen Nachrichten, verstörenden Inhalten oder Übergriffen an Erwachsene wenden können, ohne Vorwürfe oder ein sofortiges Handyverbot befürchten zu müssen. Der Abend bot Anregungen für den Familienalltag und machte deutlich: Medienkompetenz entsteht nicht durch Verbote allein, sondern vor allem durch Interesse, klare Grenzen und einen offenen Austausch zwischen Kindern, Eltern und Schule.

